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Neuigkeiten AQUA 07 | 3 Langstreckenweltcup geht an Maurer

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Langstrecken-Weltcup geht an Angela Maurer

Angela Maurer gewinnt den Weltcup 2007

Gesamtsieg für Angela Maurer

(08.10.2007) Die deutschen Schwimmerinnen sind im Langstrecken-Weltcup eine Klasse für sich. Bereits zum dritten Mal konnte sich Angela Maurer den Gesamtsieg sichern. Die Doppel-Europameisterin von 2006 triumphierte beim vorletzten Rennen in Singapur in 2:00:04 Stunden. Für die Schwimmerin der SG EWR Rheinhessen-Mainz war es der vierte Saisonerfolg.

Vor dem Finale am 20. Oktober in Cancun (Mexiko) ist Maurer mit 142 Punkten der Gesamtsieg nicht mehr zu nehmen. Die 32-Jährige hatte bereits 2002 und 2004 den Gesamt-Weltcup gewonnen. Platz zwei sicher hat Vorjahres-Siegerin Britta Kamrau-Corestein (98 Punkte) aus Rostock.

Russe Dijatschin bei den Männern vorne

Bei den Männern stand Weltmeister Wladimir Dijatschin bereits als Gesamtsieger fest. Der Russe feierte in Singapur in 1:57:36 Stunden wie Maurer seinen vierten Saisonsieg.

Angaben zur Person

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Name

Angela Maurer

Geburtsdatum

27. Juli 1975 in Wiesbaden

Wohnort

Wiesbaden

Beruf

Polizeikommissaranwärterin

Lebensgefährte

Nikolai Evseev

1 Kind

Maxim, 2 Jahre





Interview

AQUA Liebe Angela, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zu Deinem Weltcup-Sieg. Welches Gefühl hast Du beim Gedanken daran?

Maurer Ich bin schon stolz drauf. Es ist der Lohn für die harte Arbeit im Training. Man gewinnt auch so einen Weltcup nicht alle Tage. Nein, ich bin sehr zufrieden.

AQUA Wie hat Dein Umfeld auf Deinen dritten Sieg reagiert?

Maurer Meine Familie hat sich sehr gefreut, weil sie am Besten mitbekommt, dass ich auch für meinen Sport sehr viel entbehren muss. Meine Freunde unterstützen mich ,wenn es mal mit der Motivation hapert. Es gab Trainingskollegen, die haben mir gratuliert. Einige nicht. Man hat natürlich auch Neider in der Trainingsgruppe. Aber mich stört das nicht weiter.

AQUA Erkläre doch bitte dem Beckenschwimmer, wie Du Dich organisierst und vorbereitest, um solche Distanzen bewältigen zu können.

Maurer Mein Tag ist natürlich straff durchorganisiert. Ich trainiere von 7.00 bis 9.30 Uhr. Danach fahre ich zur Polizei. Mittags um 14.30 Uhr geht es dann nach Hause und ich spiele dann bis 16.00 Uhr mit meinem Sohn, bevor es dann wieder zum Training geht. Um 20.30 Uhr komme ich dann platt nach Hause. Meine Familie unterstützt mich natürlich sehr, aber auch vor allem mein Lebenspartner Nikolai. Ich versuche mich einigermaßen vernünftig zu ernähren. Ich habe aber auch eine Schwäche für Gummibärchen.

AQUA Auch auf Deinem Mannschaftskameraden Christian Hein ruhen große Hoffnungen im Freiwasserschwimmen. Unterscheidet sich euer Training?

Maurer Nein, wir haben das gleiche Training. Vielleicht gibt es mal die eine oder andere Abwandlung.

AQUA Du hast ja sicher auch als „normale Schwimmerin“ angefangen. Was waren Deine Lieblingsdisziplinen, und wann kamst Du das erste Mal zum Freiwasserschwimmen?

Maurer Ich bin gerne Lagen und Rücken geschwommen. 1996 bin ich meinen ersten Wettkampf im Freiwasser geschwommen.

AQUA In Peking 2008 ist Freiwasser endlich olympische Disziplin. Was bedeutet das Deiner Meinung nach für den Sport an sich und die Wahrnehmung in der Bevölkerung?

Maurer Unser Sport wird endlich vom Deutschen Schwimmverband ernst gekommen. Vielleicht wird unser Sport nach Peking bekannter. Ich denke, das hängt davon ab, wie erfolgreich wir dort sein werden.

AQUA Natürlich möchten wir keinen Druck aufbauen, über den schon so mancher Olympionike geklagt hat. Aber jeder sähe Dich gerne auf einem Treppchenplatz, besonders Dein Heimatverein SG EWR Rheinhessen-Mainz. Wie schätzt Du den Druck von außen und Deine eigenen Ansprüche ein?

Maurer Der Druck von außen ist natürlich da. Viele erwarten etwas von dir. Aber ich habe mich eigentlich nie vorher so verrückt gemacht und bin damit immer gut gefahren. Wenn ich mich selbst noch unter Druck setze, stehe ich mich mir eigentlich nur im Weg. Ich werde mein Bestes geben und dann werden wir sehen, was dabei rauskommt.

AQUA Angela, wir danken Dir für das aufschlussreiche Gespräch.



Verfasser; das Interview führte: Matthias Müller
Veröffentlichung: AQUA 3 | 2007

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