Neuigkeiten AQUA 08 | 1 Trainingslager Italien

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Angela, zeig uns bitte noch mal, wo es hin geht!

Trainingslager Italien - Spazieren Gehen mit Haien

PESARO (16.04.2008) - 1. Tag, Abfahrt 19 Uhr in Mainz–Mombach. Auf uns warteten 12 Stunden Fahrt, auf der mich Romina ( die eben nicht so gut schlafen konnte, wie ich :D ) alle 2 bis 3 Stunden zur Toilettepause weckte ( herzlichen Dank nochmal an dieser Stelle ).

Angela Bauhardt

Angela in große Haie, kleine Fische

Also gut, endlich in Pesaro am Hotel Napoleon angekommen ( 7:40 Uhr ), schafften wir unsere Koffer – sportlich, wie wir nun mal sind – mit dem Fahrstuhl nach oben. Im ersten Stock angekommen, bezogen wir unser komfortables Zuhause ( mit Flachbildschirm ) für die nächsten zehn Tage. Nach Ausräumen des Koffers und Genießen des Meerblicks ( vom Bett aus^^ ), durften wir uns erst einmal an den gemachten Frühstückstisch setzen und mit Schokoteilchen, Croissants und Brötchen stärken.

Surprise, surprise – für heute waren zwei Wassereinheiten geplant. Doch zuvor mussten wir zwei Kilometer ( morgens zu Fuß, mittags dann mit dem Fahrrad ) meistern und erfahren, dass „Mut zur Lücke“ im italienischen Straßenverkehr doch eine ganz andere Bedeutung hat ( denn diese bremsen nun mal nicht für Fußgänger^^ ). Über das Essen im Hotel ließ sich jedoch nicht klagen – selbst die Menge stellte unseren Chefcoach zufrieden. Aber ein Drei–Gänge–Menü nach Wahl ist ja schon was Feines. Nach solch einem ereignisreichen Tag fielen alle erschöpft und müde ins Bett. 7:35 Uhr – Weckerklingeln – und alle quälen sich aus dem Bett, denn um 8 Uhr warteten Jorge, Lothar und Susi zum Laufen im Hoteleingang. So konnten wir auch schon zu früher Stunde den Strand in vollen Zügen genießen. Da die Italiener unter verkehrssicheren Fahrrädern wohl doch etwas anderes verstehen als wir Deutschen, mussten wir ab sofort zwei Mal täglich 2 km hin und zurück laufen.

Junia Michels & Eric Nikol


Lothar und Jorge in "Men in Black"

Am Mittwoch mussten wir zwar nicht zur ersten Trainingseinheit, durften jedoch stattdessen Pesaro etwas erkunden, was auch nicht nur erholsam war, sondern auch eine willkommene Abwechslung. Ansonsten können wir uns nicht beklagen. Das Hotel war super ( Zimmerservice ) und kleinere Kommunikationsschwierigkeiten konnten auch überbrückt werden ( mithilfe von Hand und Fuß ). So wurde dann frittiert auch schon mal mit „gemacht in blub blub“ übersetzt, aber es funktionierte und alle hatten ihren Spaß. Die nächsten Tage verliefen nicht großartig anders; auf dem Tagesplan standen ein Mal Joggen, zwei Mal Training sowie ein Strandbesuch bei sonnigen 18°C. Doch das Wetter änderte sich schlagartig zu Ostersonntag. Der Tag sollte zwar trainingsfrei und somit gut, sowie mit einem Schokohasen auf dem Frühstückstisch beginnen. Danach war ein Ausflug nach Cattolica ins SEAWORLD geplant. Jedoch sollte sich die Anreise etwas schwieriger gestalten. Beginnend mit einem Fußmarsch zum Hauptbahnhof, durch die verregnete Stadt, über längere Wartezeiten auf Bus und Bahn in der Kälte ( an dieser Stelle möchten wir hinzufügen, dass Busfahrpläne in Italien nicht ihren Dienst erweisen sondern wohl eher zur Zierde vorhanden sind – Busse fahren wenn sie da sind und NICHT wenn es Zeit ist! ). Nach guten dreieinhalb Stunden Anreise hatten wir unser Ziel dann doch erreicht und wurden von dem Anblick der verschiedensten Fische, einem italienischen 3D-Film, Haifischen und anfassbaren Fischen wenigstens ein bisschen entschädigt ( jedoch zogen wir es erst einmal vor, Schuhe und Socken zu föhnen ). Nach dem Zwei-Stunden–Rundgang durch die etwas andere ( als sonst gewohnte ) Unterwasserwelt, traten wir die, nicht viel trockenere, Rückreise an. Das Hotel musste an diesem Abend wohl auch einen doppelt so hohen Warmwasserverbrauch als sonst verschmerzen und so legten sich dann alle aufgewärmt und gesättigt in ihre kuscheligen Betten. Lothar hatte sich für Montag eine ganz besondere Osterüberraschung ausgedacht. Es folgte im Training von 10:30 bis 12:30 Uhr ein ( bestimmt schon seit Ankunft gefürchteter ) 3 km Test. Wie die Ruhe nach dem Sturm verliefen die folgenden Tage wie gewohnt. Der Mittwoch sollte dann wieder etwas turbulenter werden. Somit begannen Jorge und Susi statt einer körperlichen Früheinheit mit einer geistigen Früheinheit. Eine Art Wissensspiel sollte müde Sportler wieder auf Trapp bringen.

siehe auch

Trainingslager Spanien
Trainingslager Südafrika
Das funktionierte auch, deshalb packte Lothar auch gleich noch einen Panson Test drauf ( 8 Mal 200 Meter ). Nach diesem anstrengenden Test relaxten zumindest wir beide dreiviertel Stunden in der hoteleigenen Sauna. Fit wie Turnschuhe hüpften wir am nächsten Morgen aus den Betten und machten uns auf zum Endspurt ( nur noch 2 Tage!! ). Für unseren letzten Abend in Pesaro war eine Cocktailparty geplant, die dann mehr oder weniger früh endete, denn wir mussten ja am nächsten Morgen wieder früh zum Lauftraining erscheinen. Dieses erübrigte sich dann doch ganz schnell mit einem Blick aus dem Fenster, denn der Himmel in Pesaro weinte und wir auch^^, jedenfalls ein bisschen, denn es war wirklich ein gelungenes Trainingslager!

An dieser Stelle möchten wir auch noch mal ein großes DANKESCHÖN an Lothar, Jorge und Susi + Vater sagen, die solch einen reibungslosen Ablauf garantierten.





Verfasser: Angela Bauhardt
Veröffentlichung: AQUA 1 | 2008