Neuigkeiten AQUA 08 | 1 Naturerlebnisbad Bingerbrück

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Naturerlebnisbad Bingerbrück - Auch Gutachten bringt keine Klarheit

Überschwängliche Freude sieht anders aus. In einem Pressegespräch fasst Binger Beigeordneter Michael Hüttner das 50-Seiten-Papier aus seinem Blickwinkel zusammen: Alle begutachteten Schäden führt der Fachmann auf Planungs- und Ausführungsfehler zurück. Das Schadensbild sei für eine Interimsöffnung mit Husch-Husch-Reparatur allerdings zu groß.

Naturerlebnisbad Bingerbrück

Das zu Naturerlebnis umgebaute Bingerbrücker
Freibad steht wegen seines landesweiten Modell-
Charakters im Fokus. Das zum Naturbad umge-
baute sanierungsbedürftige Alt-Bad hätte
Vorbild für andere Kommunen werden können.

BINGEN (12.04.2008) - Auf rund 70.000 Euro schätzt der Gutachter die Schadenshöhe - allerdings nur derjenigen Baufehler, die er abschließend untersucht hat. „Das ist jedenfalls keine Summe, die eine Sanierung illusorisch macht“, verbreitet Hüttner Optimismus. „Mit der klaren Schuldzuweisung haben wir ein wichtiges Pfund für eine außergerichtliche Einigung in der Hand“, so Hüttner weiter. Denn die Stadt Bingen strebt als nächsten Schritt einer außergerichtliche Klärung mit der Gegenseite an. Größtes Manko der seit acht Monaten erwarteten Expertise ist, dass die Begutachtung der beiden entscheidenden Punkte noch immer aussteht. „Wie die Probleme der Wasserzufuhr und Entwässerung auftreten konnten, das wissen wir noch nicht.“ Sie gelten als Hauptursache für die Bodenwellen und Ausspülungen unter der Folie. Die Badesaison 2008 fällt also, realistisch betrachtet, aus.



Quelle: AZ Bingen-Ingelheim 12.04.2008
Veröffentlichung: AQUA 1 | 2008